Schon wieder ein Mauterhöhung

 

Als der Herrentunnel im Sommer 2005 eröffnet wurde, kassierten die Betreiber eine Maut von 0,90 Cent pro Durchfahrt. Bereits damals gab es einen Aufschrei in der Bevölkerung, denn in der Planungsphase versprach der damalige Bürgermeister Bouteiller, daß die Maut 1 DM (!!!) nicht überschreiten wird. Unter dieser Vorgabe stimmte damals die Bürgerschaft mit deutlicher Mehrheit für den Bau des Tunnels. Vermutlich haben viele damalige Abgeordnete den Vertrag mit dem Betreiber nicht vollständig gelesen und einzig auf das Wort des Bürgermeisters vertraut. Denn laut Vertrag ist eine Erhöhung der Maut ohne Zustimmung der Stadt Lübeck problemlos möglich. Von diesem Recht haben die Betreiber in den vergangenen Jahren bereits 5 Mal gebrauch gemacht, und so kam es zu der aktuellen Mautgebühr von 1,70 Euro je Durchfahrt.

 

Warum war ein Tunnel überhaupt notwendig? Nachdem die alte Herrenbrücke baufällig wurde, plante der Bund bereits den Bau einer Ersatzbrücke und hätte dafür die vollen Kosten übernommen. Die Stadt Lübeck hätte nichts dazubezahlt! Doch das war den feinen Herren um Bürgermeister Bouteiller damals nicht gut genug, und so mußte ein mautfinanzierter Tunnel her. Die Bedenken der Anwohner wurden einfach vom Tisch gefegt und auf die mahnenden Worte der NPD, die sich als einzige Partei von Anfang an konsequent gegen den Bau aussprach, wurden nicht ernst genommen.

 

Bis 2045 darf der Betreiber weiterhin kassieren und vermutlich auch regelmäßig die Maut erhöhen, denn eine Obergrenze ist im Konzessionsvertrag nicht vorgesehen. Man muß nicht Betriebswirtschaft studiert haben, um erkennen, daß diese Preisspirale nicht mehr aufzuhalten sein wird. Mit jeder weiteren Erhöhung der Maut sinken die Nutzerzahlen und damit die Einnahmen, die dann wieder durch eine höhere Maut aufgefangen werden müssen. Die finanziellen Mittel für eine Sanierung werden fehlen und so übernimmt die Stadt nach 2045 einen maroden und baufälligen Tunnel.

 

Die Nationaldemokraten fordern lieber ein Ende mit Schrecken, als ein schrecken ohne Ende. Die Stadt Lübeck muß zusammen mit dem Verkehrsministerium die Verantwortung für diese Fehlplanung übernehmen und mit dem Betreiber über eine vorzeitige Vertragauflösung sprechen, damit der Bürger nicht weiter abgezockt wird und zukünftig freie Fahrt durch den Herrentunnel hat.

 

 

 

NPD Lübeck/Ostholstein

17.05.2016

 

 

 


 
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Verweise