Linden an der Untertrave erhalten!

 

Die hochverschuldete Stadt Lübeck möchte die Untertrave modernisieren, dafür hat die Stadt Fördergelder von Land, Bund und EU beantragt und erhält nun 9,4 Millionen Euro aus diesen Töpfen. Für das gesamte Bauvorhaben sind 15,6 Millionen veranschlagt. Bürgermeister Saxe reibt sich die Hände, denn die muß Stadt gerade einmal ein Drittel der Gesamtkosten tragen. Als die Baupläne der Öffentlichkeit vorgestellt wurden, gab es viel Kritik, denn im Zuge der Umgestaltung sollen auch 48 Winterlinden gefällt werden. Nach Aussagen der Stadt würden die Bäume die Bauarbeiten nicht überstehen. Sofort gründete sich eine Bürgerinitiative zum Erhalt der Winterlinden. Laut dieser Bürgerinitiative soll eine Umgestaltung auch mit dem derzeitigen Baumbestand möglich sein. Das wird von der Stadt vehement abgestritten. Eine Umgestaltung sei laut Bürgermeister Saxe nur ohne die derzeitigen Linden zu realisieren. Die Fronten schienen verhärtet, also wurden erfolgreich Unterschriften für einen Bürgerentscheid gesammelt und am 18. Dezember dürfen nun die Bürger der Stadt Lübeck über die Zukunft der Winterlinden entscheiden.

 

 

In Zeiten, in denen Politiker über die Köpfe des Volkes hinweg fragwürdige Entscheidungen treffen, sind Bürgerentscheide eine gute Möglichkeit, den Herrschenden die Rote Karte zu zeigen.  Die Nationaldemokraten begrüßen diese Form der Basisdemokratie, auch wenn der Bürgerentscheid in diesem Fall am grundlegenden Thema vorbei geht. Die Frage ist doch nicht, ob eine Umgestaltung der Untertrave mit oder ohne Linden möglich ist, sondern ob eine Umgestaltung überhaupt notwendig ist. In Lübeck fehlt Geld an jeder Ecke. Die Schulen müssen saniert werden und auch die maroden Brücken und Straßen werden immer mehr zu einem finanziellen Problem, welches dem Bürgermeister bald über den Kopf wachsen wird. Unter diesen Gesichtspunkten ist es mehr als fragwürdig, eine Flaniermeile an der Untertrave zu bauen, nur weil Land, Bund und EU großzügige Fördergelder in Aussicht stellen. Auch diese Gelder sind durch die Steuern der Bürger erwirtschaftet und können nur einmal ausgegeben werden. Zudem bleiben immer noch 6,2 Millionen Euro, die aus dem städtischen Haushalt finanziert werden müssen und dann in anderen wichtigen Bereichen fehlen.

 

 

Oft ist weniger auch mehr, daher sagen wir klar und deutlich: Kein Euro für die Umgestaltung der Untertrave zu einer noblen Flaniermeile, solange Geld für die Sanierung von Schulen, Brücken und Straßen fehlt.       

 

 

 

 

NPD Lübeck/Ostholstein

12.12.2016

 

 

 


 
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Verweise