Ein überraschender Sinneswandel - SPD und CDU möchten einen mautfreien Herrentunnel

 

Lange wurde Ende der 90er Jahre über eine Alternative zur maroden Herrenbrücke diskutiert. Eine neue Brücke wäre vollständig von der Bundesregierung finanziert worden, da es sich bei der Travequerung um eine Bundesstraße handelt. Doch das war den feinen Herren in der Lübecker Bürgerschaft nicht gut genug. Privatisierung galt als modern und richtungsweisend, um die städtischen Haushalte zu entlasten und so stimmten 39 der damals 49 Bürgerschaftsmitglieder für den Bau des Tunnels als sogenannte „Public-Private Partnership“. Ein Trugschluß vor dem wir Nationaldemokraten bereits damals gewarnt haben. Durch den Verkauf von Tafelsilber werden keine Probleme gelöst, sondern oft neue geschaffen. So auch beim Lübecker Herrentunnel. Sechs Mauterhöhungen gab es seit der Tunnelöffnung 2005. Mittlerweile ist die Maut doppelt so hoch wie bei der Eröffnung vor 14 Jahren. In der Bevölkerung regt sich immer mehr Widerstand gegen die Mautabzocke und so kommt die Große Koalition in Lübeck auf den Gedanken, Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium zu führen, mit dem Ziel, die Maut abzuschaffen oder zumindest zu reduzieren. Dabei scheinen diese Herrschaften vergessen zu haben, daß es die Sozis und große Teile der CDU waren, die 1999 in der Bürgerschaft für den Mauttunnel stimmten und ihn sogar als „Jahrhundertbauwerk“ anpriesen.

 

Einige dieser Politiker sitzen noch heute in der Bürgerschaft und tun so, als ob nichts gewesen wäre. Wann werden Politiker endlich für Ihre Fehlentscheidungen persönlich haftbar gemacht?

 

Leider sind genaue Informationen über das damalige Abstimmungsverhalten der einzelnen Politiker nicht in Erfahrung zu bringen. Klar ist lediglich, daß Personen, wie Peter Reinhardt (SPD), Ulrich Pluschkell (SPD), Klaus Puschaddel (CDU) oder Christopher Lötsch (CDU) schon damals in der Lübecker Bürgerschaft saßen.

 

Fragen Sie, liebe Leser, doch mal einen dieser Herrschaften ob und warum sie damals für den Tunnel gestimmt haben und wann sie endlich ihren Hut nehmen. Die Telefonnummern der Bürgerschaftsmitglieder sind auf der Internetseite der Stadt Lübeck abrufbar: www.luebeck.de

 

Jörn Lemke
NPD Lübeck/Ostholstein
26.04.2019

 

 

 


 
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Verweise